Fachexkursion 2026 nach Hamburg
17.09.2026
Drei Tage, viele Kilometer auf dem Fahrrad und jede Menge Inspiration: Bei unserer diesjährigen Fachexkursion nach Hamburg stand die Frage im Mittelpunkt, wie Städte auf die Folgen des Klimawandels reagieren und gleichzeitig attraktive, vielfältige Freiräume schaffen können.
Zum Auftakt besuchten wir die Lorenz-von-Ehren-Akademie. Im Mittelpunkt standen seltene Gehölze und sogenannte Klimabäume und damit die Frage, welche Pflanzen künftig mit den veränderten klimatischen Bedingungen in unseren Städten zurechtkommen können.
Am zweiten Tag ging es hoch hinaus: Der Grüne Bunker St. Pauli zeigt eindrucksvoll, wie aus einem massiven Bestandsbau ein neuer, öffentlich zugänglicher Freiraum entstehen kann. Rund 21.000 Gehölze, Stauden und Kletterpflanzen begrünen heute die Dach- und Fassadenflächen. Anschließend erkundeten wir mit dem Fahrrad die „Perlenkette“ entlang der Elbe. Zwischen Fischmarkt und Neumühlen wurde erlebbar, wie Hamburg seine Stadt wieder stärker zum Wasser orientiert und neue Aufenthaltsqualitäten am Elbufer schafft.
Der dritte Tag stand ganz im Zeichen der grünen Freiräume Hamburgs. Neben Lohse- und Baakenpark beeindruckte uns insbesondere der Alster-Bille-Elbe-Grünzug. Grünachsen, Wasserläufe, ehemalige Industrieareale und Lost Places werden hier zu neuen Orten für Aufenthalt, Bewegung, Kultur und gemeinschaftliches Gärtnern.
Unser Fazit: Hamburg zeigt, dass Klimaanpassung weit mehr sein kann als technische Infrastruktur. Zukunftsfähige Freiräume verbinden Ökologie, Gestaltung, soziale Nutzung, Erinnerungskultur und urbane Lebensqualität. Sie schaffen attraktive Orte für Menschen und machen unsere Städte zugleich widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels.